Wissenswertes

Die Landschaft des Naturparks | Der Wald im Naturpark | Nutzung der Landschaft | Der Naturpark als Erholungsgebiet

 

Die Landschaft des Naturparks

Der Naturpark wird auf mehr als 3/4 seiner Fläche durch die harten Kalke des Weißjuras geprägt. Im Westen tritt im Bereich des Albtraufes der Braunjura zutage, im Südosten bestimmen quartäre Schotter und Moränen der Risseiszeit das geologische Bild.

Ein geologisches Phänomen von internationaler Bedeutung sind die Donauversickerungsstellen bei Immendingen und Fridingen. Hier verliert die Donau an zahlreichen verkarsteten Stellen des Untergrundes an etwa 200 Tagen ihr gesamtes Wasser, um dann in der 12 km entfernten Achquelle wieder auszutreten und dem Rhein zuzufließen.

 

Der Wald im Naturpark

Der Wald bedeckt nahezu die Hälfte der Naturparkfläche und stellt ein entscheidendes Kriterium für den hohen Erholungswert des Gebietes dar. Bewaldet sind in erster Linie die Taleinhänge der Donau und ihrer Seitentäler sowie die zur Vernässung neigenden Altmoränenplatten im Osten des Naturparks.

Von Natur aus würde die Buche die Wälder des Naturparks aufbauen. Heute liegt ihr Anteil unter 30 %, die Fichte hat unter dem Einfluss des Menschen die führende Position übernommen. Zum Nachteil des Landschaftsbildes sind in den zurückliegenden Jahrzehnten durch das Ausscheiden von Flächen aus der landwirtschaftlichen Produktion großflächige Fichtenaufforstungen auf Grenzertragsstandorten der Albhochfläche entstanden.

64 % der Wälder im Naturpark sind im Besitz der Gemeinden, 21 % sind Großprivatwald, 9 % Kleinprivatwald und 5 % Staats- bzw. Bundeswald. Rund 3/4 der Waldfläche sind nach der Waldfunktionenkartierung als Schutzwald ausgewiesen. Dabei überwiegt an den steilen Taleinhängen der Bodenschutz, im Bereich der verkarsteten Albhochfläche der Wasserschutzwald. 10 % des Waldes sind als Erholungswald kartiert, insbesondere im engeren Bereich des Donaudurchbruchtals und des Albtraufes. 

 

Nutzung der Landschaft

Rund 37 % der Naturparkfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Weitere 6 % sind als Brachland, Heckenriegel, Feuchtgebiete und Gewässer dem landwirtschaftlichen Bereich zuzurechnen. Als traditionelle Nutzungsart spielt die Grünlandwirtschaft auch heute noch die größte Rolle.

Reichtümer konnten sich die Landwirte auf den zumeist armen Böden im Naturpark nicht erwirtschaften. Hierfür herrschen in anderen Gebieten wesentlich günstigere Voraussetzungen. Gewachsene Steinriegel- und Heckenlandschaften als Zeugen althergebrachter bäuerlicher Kultur blieben so teilweise in einmaliger Ausprägung erhalten.

Die Felsen des Donautals bieten Pflanzen Standorte, auf denen von Natur aus kein Wald Fuß fassen konnte. Auf ihnen ist die Humusschicht nur wenige Zentimeter dünn. In Anpassung an die widrigen Standortsbedingungen haben sich Pflanzengemeinschaften entwickelt, die heute überaus gefährdet sind. Hier kommen sogenannte Reliktpflanzen wie z.B. das Steinröschen vor, die heute in den arktischen oder alpinen Regionen ihren Verbreitungsschwerpunkt haben.

Auch für die Tierarten herrschen Lebensbedingungen, die besondere Anpassungen erfordern. So ist das Donautal für das Vorkommen der felsenbrütenden Vogelarten Wanderfalke, Uhu, Kolkrabe und Dohle weitbekannt.

Die Heckenzeilenlandschaft der Albhochfläche, die Holzwiesen und Wacholderheiden bieten Einblicke in die bunte Pflanzen- und Tierwelt, die es für unserer Nachkommen zu erhalten gilt.

 

Der Naturpark als Erholungsgebiet

Aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit und Naturvielfalt eignet sich der Naturpark in besonderem Maße für die landschaftsbezogene Erholung. Als Vorbildlandschaft soll der Naturpark für eine naturverträgliche Nutzung hierfür entwickelt werden.

An erster Stelle der Erholungsaktivitäten im Naturpark steht das Wandern. Rund 3.500 km Wanderwege, zahlreiche Rastplätze und Spielplätze laden zum Verweilen im Naturpark ein.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich das Radwandern. Von Immendingen bis Ertingen verläuft der Donau-Radwanderweg Donaueschingen-Passau auf einer Länge von 96 km im Naturparkgebiet. Weitere Strecken, auch auf der Albhochfläche, sind als Radwanderwege gekennzeichnet.

Sonderformen der Erholung im Naturpark Obere Donau sind das Klettern und Bootfahren. Im Zuge der Umsetzung des Biotopschutzgesetzes wurde der Bereich zwischen Beuron und Hausen im Tal zum Vorranggebiet für Naturschutz (Kernzone) erklärt und für das Klettern gesperrt. Das Bootfahren auf der Donau ist im wildromantischen Durchbruchstal eine besonders attraktive Erholungsform. Teilbereiche der Donau und ihrer Nebenflüsse sind für den Bootsverkehr nicht freigegeben. Bitte erfragen Sie die Verbotsregelungen beim Haus der Natur.

In den Wintermonaten werden das Skiwandern und der Skilanglauf zu beliebten Formen der Erholungsnutzung. Der Naturpark fördert den Skilanglauf auf rund 340 km Länge. Zu den Ski-Loipen...